Systemupdate mit Folgen

[Der Post kommt zwar extrem spät, aber das Internet wird gefühlsmäßig von Tag zu Tag im Wohnheim schlechter ._. Ich ersuche euch um Verzeihung]

Dienstag

Der Dienstag morgen sollte schon ein Vorbote dessen sein, was uns ab Mittwoch Mittag erwarten sollte, aber ich greife zu weit vor. Mein Arbeitsmorgen begann zunächst einmal mit der netten Nachricht, dass unser System sich nicht öffnen ließe. Na toll, das ist genau das was man hören möchte am frühen Morgen. Mit dem Ausfall fielen also auch Aktionen wie Hefteingang oder die Katalogisierung für eine unbestimmte Zeit flach.

Was tut man nun mit der ungewollten Freizeit? Genau, man checkt zunächst einmal die Mails und beschäftigt sich denn damit, Bücher und Noten einzustellen. Etwas unglücklich war es nun, dass es gar nicht so viele Medien gab, die hätten eingestellt werden müssen. Irgendwie hab ich es dann doch geschafft damit 2 Stunden zu füllen, so lange hat es nämlich gebraucht bis der Informatiker das System wieder zum laufen gebracht hat.

Nachdem das System nun endlich wieder lief, gab’s zunächst einmal eine Dienstbesprechung. In dieser klärte uns Hannes auf, wieso es diesen Ausfall gab. Grund dafür war, dass der Informatiker schon etwas für das morgige Update vorbereitet hat und deshalb das System außer Betrieb genommen werden musste. Uns etwas davon zu sagen wäre zwar zu viel des Guten gewesen, aber egal. Jetzt funktioniert ja wieder alles so wie es soll.

Als die Dienstbesprechung vorbei war, konnte ich mich denn endlich wieder mich dem Hefteingang und der Katalogisierung widmen.

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Nachdem ich nun die ganze Zeit immer Wiener Lieder hatte, kamen nun ein Schwung mit Schweizer Schlager.

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Und ganz ehrlich, das ist wirklich noch etwas schwieriger zu verstehen, erst recht wenn man nun den Österreichischen Dialekt im Ohr hat. Zu Vergleichen ist es als ob man Berliner im Ohr hat und ein Text in sächsischer Mundart vorliegen, neee das passt nicht zusammen.

Mittwoch

Der Tag des Updates war gekommen, jedoch sollte dieses erst am Mittag kommen, genauer gesagt Punkt 13 Uhr. Bis dahin konnte ich also noch schön den Hefteingang verbuchen und mal etwas neues anfangen. Und zwar sind etwa 20 Bachelor Arbeiten angekommen, die nun katalogisiert werden sollten. Es ist nicht viel anders als Bücher aufnehmen, außer das man noch das Abstract dranhängen muss.

Bachelor Aufnahme

13 Uhr Systemupdate: Das Grauen begann. Zunächst einmal mussten alle Mitarbeiter das BIS-C schließen und dann hieß es warten, bis der Informatiker anruft und bescheid gibt. Ziel des Updates war es, dass unser System sich mit der GND/DNB verbindet und wir diese nun nutzen können. Die Idee war gut, die Umsetzung folgte allerdings mit ein paar Schwierigkeiten.

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Nach meiner Pause bei schönem Wetter, die ich extra in der Zeit der Umstellung genommen hab, fingen denn auch schon die Probleme an.

Zunächst einmal musste die Katalogisierungsmaske korrigiert werden, denn mit der Anbindung an die GND kamen auch spezielle GND Felder hinzu, die durch die anderen ersetzt werden mussten. Sprich das Feld Verantw. Verfasser muss durch Verantw. Verfasser GND ersetzt werden. Da diese Felder in jeder Maske neu eingeholt werden mussten, dauerte dieser Spaß recht lang, aber danach konnte ich denn endlich wieder katalogisieren.

Donnerstag

Mein Tag auf Arbeit begann mit den ersten Nachwehen vom Update. Zunächst einmal wollte ich wie gewohnt im System den Hefteingang verbuchen. Hierzu nehm ich die Suche über alle Felder mit den Schlagwörtern „Der Standard“ und „2013“, normalerweise kommen denn ca 5 Treffer zustande, da das System weiß das die beiden Schlagwörter mit einem „and“ verbunden sind. Nach dem Update wurde das jedoch durch ein „or“ ersetzt, was nun zur Folge hatte, dass ich alle Titel bekam die entweder „Standard“ oder „2013“ enthielten, sprich 638 Treffer! Das macht eine gezielte Suche nun nahezu unmöglich.

Schnell haben wir kontrolliert ob auch die OPAC Suche davon betroffen ist, was sie zum Glück nicht war. Das wäre ja was geworden. Danach wollten die Elisabeth und ich den Mahnlauf starten, doch leider wurden alle Nutzer die die Bibliothek hat [Bsp. Hochschullehrer, Externe, Musiklehrer] in die Kategorie Student verschoben und ihre Email Adressen gelöscht. Somit hatten wir auf einmal extrem viele Studenten und ein Haufen Zettelkram, der Ausgedruckt werden wollte, da ja per Mail nicht mehr ging. Das haben wir denn auch sein gelassen. Nun schon etwas genervt, wollte ich mich der Katalogisierung hinzuwenden, mach die Maske auf und siehe da, die GND Felder, die ich gestern richtig hin geschoben habe waren wieder weg oder an einem falschen Standort. Super, also wieder eine Stunde damit verbracht die Masken alle zu richten. In der Zwischenzeit hat der Informatiker denn auch die Suche wieder gerichtet, nur mit den Benutzerkonten hatte er noch seine Probleme.

In dem ganzen Tohubabohu, ist der Agnes denn auch noch beim Katalogisieren aufgefallen, dass alle abgespeicherten Einheitssachtitel, die sich in einer Datenbank befunden hatten, weg waren. Damit konnte sie nun auch nicht g’scheid arbeiten.

Das ganze Drama spielte sich denn bis Mittag ab, erst dann hat der Informatiker es geschafft, alles zu richten. Ein Glück habe ich bei meinen Schlagerheften keine EST oder dergleichen, sodass ich wieder richtig hackln konnte. Zwischendrin habe ich ein paar Noten mit den TAG’s versehen und dann gechippt. Das ist wirklich die einzige Arbeit, die an diesem Tag einwandfrei funktioniert hat.

Freitag 

Der Freitag begann auf Arbeit ähnlich wie der vorherige geendet hatte. Mit vielen Problemen. Diesmal funktionierte die Suchfunktion, aber dafür waren wieder die GND-Felder verschwunden aus den Katalogisierungsmasken. Das war jetzt nun wirklich nicht mehr lustig, immer eine Stunde damit zu verplämpern um das zu richten. :l

Bis 11 Uhr lenkten mich denn meine Schlagerhefte vom Chaos um mich herum ab. Der Fehler mit den EST bei den Noten tauchte auch wieder auf und die Geschichte mit den Benutzerkonten vom Vortag ging auch in die Verlängerung.

Wochenende in Berlin

Ja ihr lest richtig, das Wochenende verbrachte ich wieder daheim und das obwohl ich noch 2 Wochen in Linz bin. Am Freitag Abend fuhr ich mit einer Freundin nach Wien und von dort aus gings mit den Flieger nach Berlin. Eine Stunde Flugzeit ist wirklich wenig, man hat das Gefühl das man gerade erst abgehoben ist, da landet man auch schon. Da wir mit Austrian Airlines, begrüßte uns der Wiener Walzer im Flieger und ein kräftiges Servus nach der Landung. 😀 Das Wochenende war wirklich schön gewesen, das Wetter einfach klasse und auch von der Temperatur wirklich perfekt um meiner Freundin die Stadt etwas zu zeigen. Naja das Hauptziel war nun nicht direkt Sightseen, sondern eher Primark und der Burgermeister am Schlesischen Tor. Denn Primark gibt’s nur in Wien und Burgerbuden wie der Burgermeister haben es noch gar nicht nach Österreich geschafft. Genau wie Dunkin Donuts, aber das ist eine andere Geschichte ._. Jedenfalls ging das Wochenende vieeel zu schnell vorbei und eh ich’s mir versah, saßen meine Freundin und ich wieder im Flieger zurück nach Wien.

Montag

Der Wetterbericht für die Woche war wirklich verwunderlich, Sonnenschein, klarer Himmel und bis zu 20°C. Grund dafür war der Föhn und das merkt man sofort.

Jedenfalls ging ich bei diesen Wetteraussichten ab sofort nur noch mit Pulli und Sonnenbrille raus. So ist arbeiten fast wie Urlaub.

Nun ja, das wäre es gewesen, wenn alles normal laufen würde. Denn das Wochenende brachte nicht nur Updates mit sich, sondern auch wieder die altbekannten Probleme. Mittlerweile haben wir das Wort Update, also Unwort des Jahres 2013 deklariert. Nach dem Hefteingang, folgte also wieder eine Stunde GND-Felder richten. Die Elisabeth hat das gleich zu Anfang des Tages gut unsere Stimmung auf den Punkt gebracht „I mog nimma! Diesa Schaß hier.“

Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Welch ein Glück, dass es hier Anti – Stress – Bälle gibt, die waren dann in Dauerbenutzung von jedem 😀

Um den ganzen Chaos eine Zeit lang zu entfliehen bin ich denn, wie jeden Montag, ins Haupthaus rüber gelaufen, um die Schaukästen mit Neuerscheinungen zu bestücken und die Post zu holen. Danach folgten wieder die Schlagerhefte, die welch ein Glück, total unproblematisch waren.

Dienstag

Heuer war es wieder total warm und schön sonnig, laut meinen Kollegen eigentlich nicht das typische Oktoberwetter für Linz, aber darüber beschweren tut sich keiner.

Nun ja die Probleme sind immer noch die gleichen wie am Vortag, was die allgemeine Laune etwas drückte. Also begann mein Arbeitstag wieder damit die Katalogisierungsmaske mit den GND-Feldern zu bestücken. Danach ging es wie gewohnt mit dem Hefteingang und den Schlagerheften weiter.

Am Nachmittag gaben ein paar Studenten ihre ausgedruckten Bachelorarbeiten ab, welche ich dann gebunden hatte. Eine wirklich schön entspannende Arbeit zwischen den Katalogisierungsgeschichten.

Mittwoch – Bergfest

Der Mittwoch verlief schon etwas fehlerfreier, es zeigt sich langsam Licht am Ende des Tunnels.

Die 9 Arbeitsstunden verbrachte ich mit den Schlagerheften, das könnte klappen, dass ich den Stapel schaff.

Betriebsausflug

 

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Diese schönen Zettelchen hingen im ganzen Haus.

Der Tag begann zunächst einmal im Hauptgebäude beim gemeinsamen Frühstücken. Von 7 Uhr bis 9 Uhr hatten wir Zeit uns den Bauch vollzuschlagen. Das Frühstück war wirklich lecker gewesen. Danach holte uns ein Bus ab und fuhr uns nach Ried Kirchheim, dass ca 1 Stunde entfernt von Linz ist. Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass das Wetter noch so schön wird, da es in Linz so neblig war, dass man hätte den Film Nebel des Grauens komplett nachspielen können. Auf dem Flugplatz angekommen, sah es aber gleich viel besser aus.

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Auf dem Flugplatz angekommen, bekamen wir zunächst einmal einen sehr unterhaltsamen Vortrag wieso ein Flugzeug eigentlich fliegt und wie man funkt. Danach ging es in den Tower, von wo wir nochmal eine Zusammenfassung zu den Funksprüchen bekommen haben und wie es generell auf’m Tower abläuft. Damit war der Vormittag auch schon wieder rum und nach dem Mittagessen in der benachbarten Gaststätte kam auch schon mein persönliches Highlight. Ein 15min Flug mit dieser kleinen Maschine.

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Es war soooo g’scheid cool gewesen 😀 Die Aussicht war einfach klasse gewesen und das Gefühl nochmal ein ganz anderes als mit einem großen Flugzeug.

Nach diesem Flug stand auch schon der letzte Programmpunkt an der Tagesordnung. Ein Kunstflieger ist mit einem Segelflugzeug nach oben geschleppt worden und hat dann Loopings gedreht und ganz verrückte Dinge mit dem Gleiter angestellt, das war ust steil.

Gen 18 Uhr gings denn wieder nach Linz zurück und ich muss sagen, dieser Ausflug tagt ma voll.

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Freitag

Heuer war der erste Tag an dem das System wieder komplett einwandfrei gegangen ist. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben.

Also konnte ich wie gewohnt mit dem Hefteingang beginnen und mich denn den Schlagerheften widmen. Zwischen drin gab mir die Agnes noch eine kleine Suchaufgabe, sie hatte eine Mail bekommen, in der eine Kollegin bestimmte Bachelorarbeiten benötigte und diese sollte ich für sie heraussuchen. Tja und eh ich’s mir versah war auch schon wieder 11 Uhr. Feierabend.

 

 

Städtehopping & Co

Jaaaa, ich bin nen müh spät dran, becouse of reasons. 😀 Die sind aber voll nachvollziehbar und nennen sich hauptsächlich aktive Freizeitgestaltung. Welche das so wären, lest ihr hier,..

Ein Wochenende in Wien!

Am Sa [28.09.] gings gegen 5:30Uhr mit dem Zug Richtung Wien. Ich bin im Dunkeln in den Zug eingestiegen und hab dann aus’m Wagen heraus die Sonne aufgehen gesehen. Das versprach ein sehr schöner Tag zu werden.


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Sonne mit Bodennebel

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Sonne mit Hochnebel

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St. Pölten im Nebel xD

Die zwei Stunden vergingen echt viel zu schnell, ich wär liebend gern noch weiter mit dem Zug gefahren, doch leider hieß es für mich in WIEN HÜTTELDORF umsteigen in die S-Bahn. Nun ja in meinen Augen war das immer noch ein Regio, aber die S-Bahn war wenigstens beheitzt. Von da an war mein nächster Anlaufpunkt der Hauptbahnhof oder sollte ich besser sagen, die riesige Baustelle? xD Ich hab mich jedenfalls gleich heimisch gefühlt. Dort bin ich zunächst einmal zu einem Infopoint gegangen, denn so ganz hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht verstanden, ob ich mit einem 24h Wien Ticket bis zum Flughafen komm oder nicht. Wie es halt immer so ist, lag der Flughafen natürlich 2 S-Bahn Stationen außerhalb von Wien [Zone 100] in Zone 280.

Also mit dieser Info im Gepäck ab zum Schalter und Zusatzkarten für mich und Cici geholt. Die Preise sind ähnlich „niedrig“ wie in Berlin, super. Naja auch egal, mit den richtigen Tickets machte ich mich nun auf den Weg zum Flaghafen und es kam auf dem Weg gleich Großstadtfeeling auf. Denn, ich hab’s ja nicht vermisst, es gab eine Weichenstörung, wodurch ich erst halb 11, statt 10 Uhr am Ziel ankam. Den Stress hätte ich mir gar nicht machen brauchen, da meine Schwester selbst mit Nebel am Flughafen Tegel zu kämpfen hatte und sie deshalb erst gegen 11 Uhr in Wien landete.

Nachdem wir zunächst einmal uns was zu essen geholt hatten gings mit U und S-Bahn richtig Tourimäßig zum Stephansplatz und damit direkt zum Stephansdom.

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Es war echt voll gewesen. Wie an einem sonnigem Wochenende am Alex, einfach herrlich. Cici und ich sind nach dem Dom einfach quer durch die Gassen gelaufen und haben das gute Wetter genossen. Bei so viel Sonne wurde es auch recht schnell warm, ein Glück das wir ja den Koffer im Schlepptau hatten und somit konnten wir einfach mal die Mentel gegen Pullies eintauschen. Ich weiß gar nicht mehr so genau wo wir überall lang gelaufen sind, aber da wo wir lang gelaufen sind, war es wirklich schön. Meiner Schwester und mir ist dabei aufgefallen, dass Wien mit den kleinen Gassen und von den Gebäuden her, Prag recht ähnlich sieht.

Irgendiwie hatten wir es denn bis zum Karlsplatz bzw. zur Karlskirche gebracht. Das weiß ich aber auch nur, weil man das nun wirklich nicht übersehen oder die Kirchenglocken überhören konnte. 😀 Dank ihnen wussten wir nun auch, dass es an der Zeit war sich langsam auf den Weg zu unseren Freunden zu machen. Bis zur U-Bahn Statiom Taborstraße haben wir es ohne Probleme geschafft, die richtige Straße dann auch, dank Stadtplan, aber unter den Straßenschildern stehen einfach mal nicht welche Hausnummern sich dazu befinden. Leider war die Straße nicht gerade kurz, und wie nicht anders zu erwarten, sind wir auch noch genau in die falsche Richtung gelatscht. Gefunden haben wir die richtige Haustür dann doch noch. Mit einem Tee und einer Runde Poker ging denn auch dieser herrliche Samstag vorüber.

Der Sonntag war hingegen nicht so schön vom Wetter her. In der Nacht hatte es geregnet und draußen begrüßte uns grauer Himmel. Nichts desto trotz war unser heutiges Ziel die Vienna Comix. Das Thema diesmal war Star Wars, wie man auch im folgenden Beitrag unschwer nachlesen kann : Beitrag.

Im Großen und Ganzen war die Con recht lustig gewesen, jedoch sehr voll. Die Autofahrt zurück nach Linz im Auto von einer Freundin war sehr ähm lehrreich gewesen im Bezug auf österreichische Wörter und Lieder. Unter anderem wurde Cici und mir ein wunderschönes Lied mit dem klangvollem Namen ein Riedenneger im Nieselregen vorgespielt. Wenn man es nur hört, versteht man es wirklich erst beim 2 Durchlauf, aber ein Lacher war es so oder so. 😀

Am Nachmittag sind wir nun in Linz eingetroffen und wollten, ehrlich gesagt, nur noch schlafen.  Jedoch war das Wetter hier viel schöner als in Wien und somit konnte ich Cici zumindest dazu überreden noch etwas raus zu gehen um ihr Linz zu zeigen. Dies war eine sehr gute Idee, denn an diesem Wochenende hat der Urfahranermarkt auf gemacht, der noch die ganze Woche laufen sollte. Da hatte ja meine Schwester was gefunden gehabt und somit verbrachten wir den Rest des Tages dort.

Montag 

Der Montag begann wieder pünktlich 6 Uhr. Viel zu früh für meinem Geschmack, aber wat mut dat mut.

Auf Arbeit angekommen verbuchte ich zunächst einmal den ‚Standard‘ und die ‚OÖ Nachrichten‘ im System. Da heuer wieder Montag ist, war es wieder an der Zeit ein paar Neuzugänge der Bibliothek in den Schaukästen des Hautgebäudes zu bringen und diese gegen die von letzer Woche auszutauschen. Gesagt, getan. Danach waren wieder meine Schlagerhefte an der Reihe. Diese versorgen mich in regelmäßigen Abständen mit Wörtern, bevorzugt aus dem Wiener Raum, die ich noch nie gehört habe. Zum Beispiel bezeichnet das Wort Tschapperl ein kleines dummes Kind das nichts kann. Ich denke nicht, dass in Berlin jeder damit was anfangen könnte.

Am Nachmittag habe ich denn wieder ein paar Bücher/ Noten eingestellt und eine Bachelor Arbeit gebunden, wenn ich mal etwas Abwechslung von den Heften haben wollte. Zum Feierabend hin hat mich meine Schwester abgeholt und wir sind gemeinsam durch die Stadt gelaufen. Aus Spaß haben wir von meiner Arbeitsstelle aus bis zum Wohnheim, alle Kirchen und Bäckereien gezählt. Mit dem Ergebnis das wir an 10 Gotteshäusern und 15 Bäckereien vorbeigekommen sind. Schwer vorstellbar, dass ich noch in keinem von beidem drin war. Mal sehen, vielleicht ändert sich das ja noch in der Zeit die mir hier bleibt.

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Dienstag

Auch dieser Morgen kam wieder viel zu früh und ich begann schon etwas meine Schwester zu beneiden, die sich einfach im Bett auf die andere Seite dreh’n konnte und gemütlich weiterschlafen durfte. Dafür verdiene ich schon mein eigenes Geld, da muss man schon mal auf Ferien verzichten können.

Der Dienstag versprach ein schöner Tag zu werden und wenigstens eine von uns beiden konnte dies auch voll ausnutzen. Die erste Stunde auf Arbeit verbrachte ich damit, Noten einzustellen. Danach folgte eine Dienstbesprechung in der ich den Phillip kennen lernte. Eine neue studentische Hilfskraft, die schon einmal in der Bibliothek gearbeitet hatte. Sprich, alle kannten sich schon und dieser Wiedereinstieg musste gefeiert werden. Natürlich mit Kaffee und leckerem selbstgemachten Schokokuchen von der Elisabeth. Das Rezept muss ich mir wirklich geben lassen.

Nach der Dienstbesprechung übernahm ich für eine Weile die Ausleihe, denn das Wintersemester begann und dementsprechend voll war es auch. Die Zeiten, wo es in einer Stunde eine Anfrage zu bearbeiten gab, gehörten nun der Vergessenheit an. Echt krass was so ein Studienbeginn alles bewirken kann.

Mit meiner Mittagspause endete auch der Ausleihdienst für mich und ich bekam von Agnes Noten katalogisieren zugesteckt. Diesmal keine Schlagerhefte [dieses Projekt läuft immer noch], sondern Klavierstücke. Eine schöne Abwechslung. Ich war so in die Arbeit vertieft, dass ich beinah meinem Feierabend verpennt hätte. Ein Glück das ich ja diese Woche ein Abholer hatte. Diesen Abend hatten wir uns mit Freunden aus Salzburg, Bochum und Linz, die wir zum Teil auf der heurigen Connichi kennen gelernt hatten, zum Mongolen verabredet. Beim Essen kamen wir natürlich auf das Thema Essen und ob es nun Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen heißt. Eine herrliche Diskussion in der ja eigentlich jeder Recht hat, aber da wir mehr Österreicher am Tisch hatten mussten wir uns am Ende darauf einigen das es Krapfen sind. Das Gleiche passierte dann auch bei der Diskussion ob nun Palatschinken, Pfannkuchen oder Eierkuchen und den Österreichern begreiflich zu machen, dass es nicht Kina sondern China ausgesprochen wird, ist auch eine Kunst für sich.

Bergfest

Die Hälfte der Woche war vorbei genau, es ist wieder Mittwoch. Auch dieser Tag schien vielversprechend vom Wetter her zu werden. Mein Werktag könnte man als monoton bezeichnen, denn ich hab nur morgens die beiden Zeitungen im System vermerkt und die Schlagerhefte katalogisiert. Jedoch entwickeln diese Hefte einen besonderen Reiz. Zumal einige Liedtexte in Mundart sehr amüsant sind.

Für den Abend stand mit meiner Schwester auch nichts besonderes an, sodass wir uns auf meinem Bett gemütlich machten und uns ein Let’s Play von The Last of us anschauten. Wer nun nicht genau weiß, was ein Let’s Play ist, hier eine Kurzfassung. Ein Let’s Play nennt man ein Video in der eine Person [ genannt Let’s Player] sich beim Spielen mit einer Cam aufnimmt [in diesem Fall The Last of us] und dieses dann während des spielens kommentiert. Dies kann je nach Spiel, lustig oder emotional sein, in jedem Fall ist es sehr unterhaltsam.

Donnerstag

Der Wecker klingelt, die Sonne lacht, [zumindest versprach das das Radio] Zeit sich fertig für die Arbeit zu machen.

Den Anfang machen mal wieder die üblichen Verdächtigen, der Standard und die OÖ Nachrichten. Die wurden recht schnell von der Ausleihe abgelöst, welche sich wiederum nach der Mittagspause den Schlagerheften geschlagen geben mussten. Der Sieger in diesem Wettkampf gebührt eindeutig den Schlagerheften.

So in etwa würde ein Sportreporter meinem Arbeitstag beschreiben, denn heute ging’s sportlich bei mir zu. Zwar nicht auf Arbeit, aber dafür danach. Heuer stand auf Liste Shoppen, Objekt der Begierde waren Vans. Nach der dreistündigen Shoppingtour, hatte ich zwar 3 Pullies, 2 Shirts und 1 Weste aber keine Vans. Das ganze wäre noch in die zweite Runde gegangen, wenn die Geschäfte nicht um 19:30 Uhr spätestens zusperren würden. Ein Umstand den meine Schwester erst noch verinnerlichen musste. K.O. aber glücklich gingen wir denn heim.

Freitag

Endlich Freitag! Das war mein erster Gedanke, als mich mein Wecker wieder in die Realität zurück holte. Die 4 Stunden auf Arbeit vergingen wie im Flug, wobei die Schlagerhefte mir mit ganz besonderen Titelbildern wie „Schau einer schönen Frau nie zu tief in die Augen! oder „Du bist zu schön, um treu zu sein.“ den Feierabend versüßten. Wobei es echt arg ist schon um 11 Uhr Frei zu haben.

Mit meiner Schwester im Schlepptau genossen wir diesen, fast schon sommerlichen Tag und entschieden uns nach einem Zwischenstopp bei meinem Lieblingsitaliener, das gute Wetter zu nutzen und ein paar Fotos zu machen. Schließlich musste daheim gebliebenen Freunden bewiesen werden, dass Linz sehr schön ist und das es dort auch Bürgersteige gibt. ;D Nebenbei sind auch ein paar Fotos abgefallen, die sich super auf Facebook als Profil- oder Titelbild machen würden.

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Nach dieser gemeinsamen Erkundungstour ging es zunächst einmal wieder heim, was wärmeres Anziehen. Denn wir hatten uns mit ein paar Freunden auf dem Urfahranermarkt verabredet. Solche Jahrmärkte sind wirklich perfekt geeignet um wieder ein paar Unterschiede bei der Bezeichnung von Essen. Darüber könnte ich bald Buch führen. Zum Beispiel wird Ungarischer Baumkuchen als Baumstritzel bezeichnet und zu einer Bosner würde mein Dad Ketwurst sagen, kurz Hot Dog im geschlossenem Brötchen mit Curry- oder Tomatensoße. Ganz neu waren für mich jedoch die Schaumrollen. Diese bestehen aus Blätterteig mit Eischneefüllung. Oder wie es meine Freundin treffend beschieben hatte: viel süß in süß mit extra süß drauf, denn diese Teile waren einfach nur unendlich süß. Ein großer Zuckerschock.

Als wir nun genug von dem ganzen Süßkram & Co hatten, machten wir noch ein paar Bar’s unsicher, aber nicht zu doll, denn das Wochenende stand ganz im Zeichen der Partylöwen.

Wochenende – Geburtstagsparty in Wien

Wie die Überschrift ja schon ankündigt, verbrachten meine Schwester auch dieses Wochenende in Wien. Diesmal nicht als Tourist, sondern als Gäste. Den Samstag Vormittag nutzten wir noch etwas um uns mit Brötchen und Aufstrich für den So zu versorgen. Gen 16 Uhr fuhren wir denn mit der Westbahn bis Wien Westbahnhof.

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Das Tolle an diesem Zug, ist das es kostenloses Wlan gab. Das ist wirklich etwas tolles, so als Touri. :3 In Linz hatten wir noch schönes Wetter, dies sah leider in Wien schon wieder anders aus. Tiefe Wolken und leichter Nieselregen setzte ein. Ein Glück war dieser nicht so stark, denn keiner von uns hatte ein Schirm dabei. Auf dem Weg zur Wohnung des Geburtstagskindes trafen wir wieder auf meine Freunde von gestern. Ohne die hätten wir uns wohl auch bestimmt verlaufen, denn die Sache mit den Straßenschildern ist echt nicht so einfach. Vor der Wohnung denn die nächste Überraschung; 1. wunderschöner Wiener Altbau und 2. ein Klingelschild wo statt Namen der Wohnungsinhaber eine Nummer steht. Spätestens jetzt hätten Cici und ich alt ausgesehen, da wir nur den Nachnamen wussten und nicht die Wohnungsnummer.

Zur Party an sich will ich gar nicht so viele Worte verlieren, außer dass ich sehr froh darüber bin, dass es in Clubs in Deutschland rauchfrei zugeht und dass der Morgen danach leicht verkatert war. [you know what i mean ;)]

Die Zugfahrt zurück nach Linz mit der ÖBB war sehr entspannt gewesen, da man sämtliche Sitze in einem 6 Personenabteil so einstellen konnte, dass sie zusammen eine große Liegefläche bildeten. Perfekt für uns 5. In Linz trennten sich denn wieder unsere Wege und jeder machte sich zu seinem Wohnheim bzw. Wohnung auf.

Der Montag danach,..

… hielt keine weiteren Überraschungen bereit. 😀 Wie auch schon zum vorherigen Wochenbeginn, war es wieder an der Zeit die Neuzugänge rauszusuchen und diese gegen die anderen von letzter Woche in dem Schaukasten auszutauschen. Während ich drüben im Hauptgebäude war, ist ein großes Orchesterwerk vom SLOW Projekt angekommen und meine Aufgabe war es denn die 93 Stimmen nachzuzählen, ob auch alle vorhanden waren. Dies hat ganz schön Zeit in Anspruch genommen, da diese nicht richtig sortiert gewesen waren, sodass ich erst nach meiner Mittagspause mit der Katalogisierung der Hefte zuwenden konnte. Allgemein wird das jetzt auch nur noch Josi’s Projekt genannt. 😀 Dies dauerte bis zum Feierabend an.

Das letzte mal für eine ganze Weile holte mich meine Schwester von der Arbeit ab. Es war ihr letzter Abend in Linz, denn morgen früh ging es wieder nach Wien und von da aus Richtung Berlin, ohne mich. Jedenfalls wollten wir den letzten Tag noch etwas nutzen und haben uns dazu entschieden mit einer Freundin zuerst zum Asiaten zu gehen und danach den Höhenrausch zu besuchen.

Thema des heurigen Höhenrausches waren Türme, weshalb unser Ziel war, den rund 30 Meter hohen Turm aus Tannenholz, die Aussicht war wirklich toll gewesen und schön beleuchtet wurden einige Türme auch noch [s. Bild]. Ein bisschen hat mich das an das Festival of Lights in Berlin erinnert.

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Dienstag

Der Abreisetag meiner Schwester begann sehr früh, um genau zu sein um 4:30 Uhr. Gen 5 Uhr verließen wir denn das Wohnheim um mit der Bim zum Hauptbahnhof zu fahren und den Bahnsteig für Cici zu suchen. Spätestens jetzt wusste ich wieder, wieso ich freiwillig mitgekommen bin, meine Schwester hätte beinah den falschen Zug genommen. Das wäre nicht so gut gekommen. D: Nach einer recht kurzen Verabschiedung [wir sehen uns ja recht bald wieder] fuhr ich wieder mit der Bim ins Wohnheim. Ich hatte schließlich noch 45min Zeit ehe ich normalerweise los musste und deshalb hab ich mich für ein Power Napping entschieden.

Auch heuer startete mein Arbeitstag mit dem Hefteingang der Zeitungen und dem Einstellen der Bücher und Noten. Danach gehörte bis zum Mittag die Ausleihe und die Bibliothek mir allein. Es wurde nämlich zu Personalvollversammlung geladen, wo alle meine Kollegen gern hin wollten. Die folgenden drei Stunden meiner Alleinherrschaft über die Bibliothek war trotz Semesterbeginn sehr ruhig. Das einzige was passierte war, dass der Drucker einen Papierstau meldete, der aber leicht zu beheben war. In der Zeit wo es nichts zu tun gab an der Ausleihe, katalogisierte ich wieder die Schlagerhefte weiter. Diese sind wirklich ein Quell von schönen Begriffen. Diesmal hatte ich eine Reihe von Noten vor mir die sich rund ums Thema Feste Feiern und Trinkgewohnheiten. Unter anderem kam da sehr oft das Wort Duli – Dulieh drin vor, was nichts anderen beschreibt, dass man schon gut einem im Tee hat. 😀 Sehr einfallsreich liebe Textschreiber.

Da es aber auch noch viel mehr zu katalogisieren gibt als diese Hefte, hat mich Hannes zu sich gerufen und mir einmal ausführlich erklärt wie man ein AV Medium aufnimmt, sprich eine CD.

Das ist wirklich gar nicht so einfach, wie es sich anhört. In meinem Beispiel hatten wir eine CD, die in einer Reihe erschienen ist. Zunächst einmal musst eine Aufnahme der Reihe angelegt werden, ähnlich wie bei einem Buch. Danach kommt eine Aufnahme wo alle Angaben der CD eingetragen werden müssen und zum Schluss erfolgt noch eine Aufnahme für jeden Track der sich auf der CD befindet, da jeder Track nicht nur unterschiedlich lang ist, sondern auch noch von einem jeweils anderem Orchester oder Dirigenten aufgeführt wurde. Die Aufnahmen mit den Tracks werden dann mit der Aufnahme der CD verknüpft, wo später auch das Exemplar ran kommt. Wobei die Aufnahme der CD ihrerseits mit der der Reihe verknüpft wird. Hoffentlich kommt das recht schlüssig rüber, denn ich hab das auch erst nach einem Schaubild so richtig begriffen, da DABIS sich doch ein wenig von Aleph unterscheidet. Die letzte halbe Stunde habe ich denn noch ein paar Bücher eingestellt um, wie Hannes es so schön gesagt hat, wieder Ordnung in meinem Kopf zu bekommen ;D

Mittwoch

Dieser Morgen war richtig kühl. Man merkt nun doch das es stramm auf den Winter zu geht. Normalerweise ist es zu Arbeitsbeginn um 7 Uhr schon recht hell, doch heute ließ sich die Sonne noch etwas Zeit bis sie raus kam. Dafür wurde es noch einmal ein richtig schöner Herbsttag.

Den Anfang machten mal wieder der Standard und die OÖ Nachrichten. Ein bisschen Zeit zum Lesen hatte ich denn auch noch über. Top informiert checkte ich denn mal meine Mails, katalogisierte fröhlich meine Hefte weiter. Ich hab mittlerweile die Hälfte des Stapels katalogisiert. 😀

Kurz vor 12 Uhr machte ich mich denn auf den Weg zur Landesbibliothek, denn dort sollte ich eine Führung bekommen und eine Präsentation über die Entwicklung der Schrift, der besonderen Art.

Die Präsentation war wirklich klasse. Sie zeigte einem echt anschaulich wie sich das Schriftbild im laufe der Jahre gewandelt hat und wie sie sich auch jetzt stetig weiter entwickelt. Einen kleinen Teaser dazu findet ihr hier. Nicht nur die gut 20 minütige Vorstellung war wirklich schön gewesen, sondern auch der Raum mit den alten Holzregalen, wo sich in schwerem Leder gebundene Bücher befanden. Ach, ein Traum :3

Nach dieser Vorstellung, hat mich denn eine Mitarbeiterin durch das komplette Gebäude geführt und mir jeweils etwas darüber erzählt. Die Bücher werden nach der DDC aufgestellt und es gibt frei zugängliches Wlan für die Nutzer. Daran könnte sich meine Bezirksbibliothek mal orientieren 😉 Des weiteren beherbergt die Landesbibliothek die größte Sammlung an Handschriften und Inkunabeln in ganz Oberösterreich. Wie das Gebäude aufgebaut ist und auf welcher Etage, was zu finden ist, veranschaulicht diese Grafik sehr gut.

Als denn mein Aufenthalt in der Landesbibliothek und meine Pause beendet war, bekam ich noch ein paar Klavierwerke von der Agnes zum katalogisieren. Egal was es ist, die Katalogisierung macht mir wirklich immer noch am meisten Spaß, zumal ich beim Arbeiten nebenbei mit Kopf im Ohr Musik hör’n darf. So wird einem nicht die Arbeit fad 😀

Vizefreitag

Wie auch schon gestern, war der Morgen recht frisch. Jedoch sagte der Wetterbericht gutes Wetter voraus.

In meinem täglichen Morgenmantra versunken, hätte ich beinah vergessen, dass es heute mit dem Hannes und der Agnes zur Stadtbibliothek geht. Diese hatten nämlich 28 laufende Meter an Noten zu vergeben und die Beiden wollten mal einen Blick drauf werfen in welchem Zustand sich diese denn befanden. Das hat sich natürlich auch gleich gut angeboten, mir eine Führung zu geben.

Zunächst einmal liegt die Stadtbibliothek mit einer Fachhochschule in einem Gebäude, was soweit ganz praktisch ist, da man so gleich Nutzer an sich binden kann. Die Bibliothek erstreckt sich auf 3 Etagen, die alle sehr schön beleuchtet und auch absolut behindertengerecht zu erreichen sind.

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Die Stadtbibliothek benutzt auch so ähnliche Ausleihautomaten wie die in den öffentlichen Bibliotheken und sie klagen auch über die gleichen Probleme. 😀 Soviel zu der guten Technik. Ein richtig cooler Blickfang war auch das Aquarium im Eingangsbereich. Na, wäre das nicht auch noch was für unsere Bibliothek? 🙂

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Die nächste Überraschung erlebte ich in der Geschichtsabteilung. Man geht an den Regalen vorbei und Bäm! steht da einfach mal eine Ritterrüstung, natürlich passend zum Thema Mittelalter. So etwas würde sich bestimmt auch in unseren ÖB’s gut machen.

 

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Besonders gut gefallen hat mir auch der Spielbereich für kleinere Kinder. Da sich dieser Raum etwas abseits befindet, können die Kinder auch ruhig spielen und stören die anderen Nutzer nicht.

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Mir hat die Bibliothek jedenfalls richtig gut gefallen und vielleicht besuch ich sie noch einmal, wenn es sich mit den Öffnungszeiten soweit ausgeht.

Meine Nachmittagsgestaltung sah übrigens wieder die Schlagerhefte vor und eine Reihe von Klavierwerken. 😉

Freitag

Wir nähern uns immer weiter dem Wochenende, doch leider war es nicht nur kalt draußen, sondern auch total verregnet. Wobei ich meinem Ohren nicht so recht trauen wollte, als mir das Radio sagte, dass es in Salzburg und anderen Teilen in Österreich bereits zu schneien angefangen hatte. Schnee? Jetzt schon? Das ist etwas womit ich noch nicht so gerechnet hatte. Hoffentlich kommt der Schnee erst nach Linz, wenn ich wieder in Berlin bin, denn Klamottentechnisch bin ich so gar nicht darauf vorbeireitet D:

Auf Arbeit war das natürlich das Thema schlecht hin. Elisabeth meinte, dass es bei ihr daheim auch schon etwas geschneit hätte und das es gut möglich sein könnte, dass wir nächste Woche auch schon den ersten Schneefall in Linz haben. Bitte nicht! Die 4 Arbeitsstunden wurden wieder gefüllt mit dem Katalogisieren der Schlagerhefte. Nur war diesmal kein besonders ausgefallenes Exemplar dabei gewesen.

Ein Wochenende daheim

Mein Wochenende lässt sich sehr leicht zusammenfassen, ich hab es dazu genutzt um mich von den Wochenenden davor zu erholen und endlich mal wieder ein Buch zu lesen, oder Pokemon X für den 3DS zu suchten. :3

Montag 3.0

Brr,.. heuer war es wirklich kalt gewesen, obwohl ich schon extra den warmen Schaal und ne Mütze an hatte.

Zum Glück wurde auf Arbeit richtig gut vorgeheizt und mit einem Tee lässt es sich auch gleich viel leichter arbeiten. Nach dem Hefteingang mussten, wie jeden Montag, wieder die Schaukästen hergerichtet werden. Dies ist mittlerweile auch eine Josi-Arbeit geworden 😀 Find ich gut

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Gleich nach den Schaukästen, folgte eine Dienstbesprechung in der Hannes uns erklärte welche Projekte bald anstanden und was mit dem neuen Semester alles auf uns zu kommt. Desweiteren erzählte Agnes von ihrer Seminarreise nach Basel und was sie dort in der Musikbibliothek alles erlebt hatte.

Den Rest des Tages brütete ich wieder über die Schlagerhefte. Die Never Ending Story, des Praktikums :3

Ich kann es gerade echt noch nicht so wirklich glauben, dass es in 3 Wochen schon wieder vorbei ist. Ich will noch nicht zurück nach Berlin, jetzt wo ich angefangen hab zu Tüten Sackl zu sagen, jeden morgens mit einem Servus zu begrüßen und mich mit Kina arrangiert hab. D: Aber bis zum endgültigem Abschied ist es ja noch ein Weilchen hin, dass muss noch genutzt werden!

Eine Woche für die Noten

Ja ich weiß, heuer ist schon Freitag und ich wollte eigentlich alle 2 Tage einen Post verfassen, das hätte ich auch gern gemacht, wenn mein Internet im Wohnheim nicht so schwach gewesen wäre. Es hat sich mit allem verbunden, selbst mein 3DS hatte Internetzugriff, nur mein Laptop wollte er nicht haben. :<
Soviel zu meiner stabilen Internetverbindung.

Mein Dienstag begann so ereignislos wie jeder Dienstag Morgen. Aufstehen, fertig machen, frühstücken und auf gehts zur Arbeit. Der heurige Morgen ließ bereits durchblicken, dass es ein schöner Tag werden würde und auch der Wetterbericht kündigte Sonne mit 20°C an.

Gut gelaunt bin ich auf Arbeit angekommen und hab ich gleich ins Getümmel gestürzt. Zuerst hab ich wieder den Standard im System vermerkt und kurz die Tagesthemen überflogen. Nachdem ich die Zeitung zu den vorherigen Exemplaren gebracht hab, nahm ich mir den recht großen Stapel an Noten und Büchern vor, die eingestellt werden wollten.

Dies beschäftigte mich in etwa eine Stunde lang. Nun ohne Aufgabe, bin ich zu der Agnes hin und fragte sie, ob ich irgendetwas für sie erledigen könnte. Im nachhinein betrachtet hätte ihr diabolisches Grinsen zu denken geben müssen, aber ich konnte ja nicht ahnen was mich nun erwarten sollte. Sie ging kurz hoch in ihr Büro und kam nach kurzer Zeit mit einem eingewickelten Packen zurück. Diesen stellte sie mir auf meinem Arbeitsplatz ab und wickelte es ganz lansam aus. Dabei ist mir die Beschriftung des Parketes aufgefallen; „Schlager – Hefte“ stand groß mit Kuli drauf. Na toll.

Ausgepackt sieht das Ganze dann so aus:

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Schätzungsweise 100 Hefte [es sind bestimmt vieeeel mehr, da ein Heft nur 3 Seiten hat] wollen gerne eine Titelaufnahme und ein Exemplar bekommen. Langeweile kommt mit diesem Projekt bestimmt nicht mehr auf. ;D

Mein leicht verdutzter Gesichtsausdruck wusste Agnes gleich richtig zu deuten und sagte mir, dass ich diesen Stapel nich durchgängig bearbeiten muss. Diese Heftsammlung wartet schon so lange darauf aufgenommen zu werden, da würde es keinen so großen Unterschied machen ob dies jetzt erledigt wird oder erst in einem Jahr. Puh.

Gemeinsam nahmen wir denn ein Schlagerheft auf, damit ich weiß welche Felder wie belegt sein müssen und was bei Noten besonders zu beachten ist. Im Berufsschulblock vor dem Praktikum hatten wir kurz die RAK-Musik angesprochen gehabt und ehrlich gesagt war das alles sehr verwirrend und ich hab nicht so viel davon behalten können. Nun in der Praxis ist etwas leichter zu verstehen und im meinem Fall gar nicht so unähnlich mit einer Titelaufnahme für ein Buch. Im Grunde genommen schreibt man im Ausgabe- / Auflagefeld statt 4. Aufl. „Ausg. für Gesang mit Gitarre- oder Hamonikabegleitung“ und ganz wichtig ist neben dem Erscheinungsjahr auch das Jahr des Copyright’s zu vermerken. Neu hinzu gekommen ist die Druckplatten-Nummer, man könnte sie auch als die ISBN der Noten bezeichnen. 😀

Eine komplett fertige Titelaufnahme sieht dann übrigens so aus:

Musik

Die restliche Zeit hab ich denn mit der Notenkatalogisierung verbracht und das Ergebnis am Ende meines Arbeitstages sah nicht gerade nach 30 Heften mit fertiger Titelaufnahme und Exemplarsatz aus.

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Da das Wetter so schön war, entschloss ich mich nicht die Bim zu nehmen um nach hause zu kommen, sondern die Strecke zu Fuß zurück zu legen.

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Ich glaube das war eine gute Idee, wer weiß wie oft es noch so schön dieser Tage wird. =)

Mittwoch

Der Mittwoch wurde nicht so schön angekündigt, wie der vorherige. Genauer gesagt hieß es für heut, Nebel und bewölkt. Ich schaute aus dem Fenster um dies zu überprüfen. Das der Himmel wolkenverhangen war, das ließ sich nicht abzustreiten, aber wo war der Nebel geblieben? Auf dem Weg zur Arbeit fand ich ihn denn endlich. Genauer gesagt konnte man ihn nicht übersehen, weil man außer Nebel nicht mehr so viel sah.

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Wenn man sich als Vergleich das Bild vom 10. Sep. anschaut, dann wird der Unterschied erst so richtig klar. Ich fand den Nebel echt klasse. Das Ganze hatte dadurch voll das Silent Hill Feeling, echt cool.

Auf Arbeit angekommen, sagte mir die Ulli, dass dieser Nebel im Vergleich noch recht licht ist. Es ist schon vorgekommen, dass man keine 30cm weit sehen konnte und das werde ich bestimmt auch noch miterleben. Solche Nebelfoto’s werden bestimmt sehr spannend.

Nun zum eigentlichen Arbeitsgeschehen. Da noch längst nicht alle Schlager Hefte aufgenommen waren, fing ich damit wieder an. Dank der Vorlage war das auch gar nicht so schwer und schon bald hatte ich den Workflow voll intus. Mit den vielen Shortcuts, die man dazu verwenden kann, ging das richtig zügig, so hab ich das gern. :3

Um halb 9 war denn wieder Dienstbesprechung und Hannes erzählte uns welche Projekte in Zukunft anstehen würden und wie die Planung des Neubau’s voran geht. Recht interessant das Ganze, aber viel zu viel um das alles aufzuschreiben.

Nach der Dienstbesprechung ging’s dann wieder zurück an den Schreibtisch um weiter die Notenhefte aufzunehmen. Da dies aber nach einiger Zeit etwas fad ist, gab mir die Elisabeth ein Stapel Blätter, die in die Loseblattsammlung einsortiert werden mussten. Wer das schon mal gemacht hat, weiß wie mühsam diese Angelegenheit werden kann.

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Ich hatte Glück gehabt, es mussten nur 23 Blätter reingeheftet und 125 Blätter ausgeheftet werden. Eine Nette Abwechslung zu den Noten, war es aber dennoch.

Danach bin ich kurz auf dem Gebäude raus, um mich bei meiner Vermieterin telefonisch zu erkundigen, ob es möglich wäre ein weiteres Bett in mein Zimmer zu stellen, denn nächste Woche sind ja in Deutschland wieder Ferien und diese verbringt meine Schwester bei mir. Während des Telefonates hörte ich ein paar komische Geräusche aus’m Kellerfensterschacht. Verwundert suchte ich nach der Ursache und entdeckte einen Igel da unten. Dieser scheint da wohl hineingefallen zu sein und kommt nun logischerweise die gut 30 cm hohe Wand nicht hinauf.

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Mit der Hilfe vom Jochen befreiten wir den Igel aus seiner misslichen Lage und setzten ihn ein paar Meter weiter im Park aus. Niedlich war er ja schon.

Nach der Igel Rettungsaktion, waren wieder die Noten an der Reihe. Bis zum Feierabend ptassierte nichts weiter spannendes.

Donnerstag

Diesen Morgen hatte ich meinen vielleicht größten Fehler begangen, den ich hätte machen können. Leicht ignorant wie ich nun bin, hab ich statt auf die Wettervorhersage [mit Ankündigung für gewaltigen Regen] zu hören, meinen Regenschirm nicht eingepackt, denn draußen sah es recht schön aus.

Die ersten paar Stunden auf Arbeit blieb das Wetter auch noch recht ansprechend, doch schon bald zogen die ersten Wolken auf und kurz darauf begann es auch schon zu regnen. Den Vormittag über hatte ich wieder ein paar Noten/Bücher eingestellt und Noten katalogisiert. Bis zu meiner Pause besserte sich das Wetter nicht gerade und so hieß es schnell zum nächsten Einkaufscenter durch den Regen rennen, Yolo! [You only life once = du lebst nur einmal]

Das ich nicht gerade trocken geblieben bin, ist wohl selbsterklärend. xD Wenigstens weiß ich jetzt, dass meine Jacke wirklich wasserfest ist, denn mein Leibchen blieb zum Glück trocken.

Den Nachmittag über beschäftigte ich mich wieder mit den Schlager Heften. So langsam entwickel ich wirklich den Ehrgeiz den kompletten Stapel fertig zu bekommen, mal sehen wie lange das noch anhält.

Meine neuste Entdeckung im Spar ist übrigens eine Limo mit einer recht lustigen Markenbezeichnung. Ich mein, wer kommt auf die Idee ein Getränk Almdudler zu nennen?! 😀 Die gibt’s zwar mittlerweile auch in Berlin, aber gesehen hab ich die erst hier. Schmecken tut sie wie Apfelschorle mit Kräutern. Kann man trinken.

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Freitag

Wieder steht das Wochenende und ein sehr kurzer Arbeitstag bevor. Auch dieser Freitag stand ganz im Zeichen der Notenkatalogisierung. So langsam nimmt das Projekt volle Fahrt auf. Ich hab schon 1/4 des Stapels abgearbeitet, das motiviert echt. Damit ich auch noch was anderes mitbekomme, nahm mich Hannes für eine Stunde beiseite und erklärte mir wie man eine Schallplatte richtig aufnimmt.

Der VÖB [Verband Österreichischer Bibliothekare], in dem Hannes Mitglied ist, hat zur RAK-Musik eine Beispielsammlung erstellt, anhand dessen aus Bibliothekare die nicht so viel mit AV Medien zutun haben, diese richtig katalogisieren können. Das finde ich sehr hilfreich. Hoffentlich kann ich dieses Wissen auch in meiner Bibliothek anwenden.

Nachdem die Schallplatte aufgenommen war, hieß es für mich auch schon wieder, Freitag um eins, macht jeder sein’s!

Das Wochenende steht vor der Tür und diesmal zieht es mich nach Wien. Am Samstag um 10 Uhr landet meine Schwester am Flughafen und gemeinsam werden wir dann die Hauptstadt von Österreich unsicher machen, Year! Wie das Wochenende verläuft, werdet ihr dann im nächsten Post sehen 😉

Planung ist nicht alles

Zunächst noch etwas zum Freitag Abend, ich konnte endlich meine Wäsche waschen. Alle guten Dinge sind eben doch 3! Nun erstmal zu meinem Samstag.

Auch dieses Wochenende hatte ich wieder etwas geplant. Ich hatte mich mit meinen Freunden verabredet um gemeinsam in eine benachbarte Stadt zu fahren. An sich ist in dieser Stadt nichts besonderes, außer ein großer Stoffladen, der auch noch recht günstig sein soll. Ich wollte nach neuen Stoffen für meine Beutel schauen und meine Freunde nach welchem, für ihre Cosplays. Damit stand das Ziel schon einmal fest.

Doch es sollte ganz anders kommen,..

Gegen 7 Uhr klingelte mein Wecker und ich machte mich soweit fertig um viertel vor denn zum Frühstück zu gehen. Eigentlich hatte ich mir viel mehr Zeit für’s essen eingeplant und war deshalb viel zu früh fertig. Nun stellte sich die Frage, nochmal hoch ins Zimmer oder schon los gehen zu meiner Freundin? Da ich lieber zu früh da bin, als zu spät entschied ich mich schon los zu gehen. Google Maps zeigte mir einen Laufweg von knapp 30min an. Also keine so große Strecke. Da ich ja sowieso schon so viel Zeit über hatte, ging ich ganz gemütlich und war am Ende dennoch ne halbe Stunde zu früh dran. Als ich meine Freundin nun anrief um ihr mitzuteilen, dass ich schon da war, schimpfte sie zwar über meine deutsche Pünktlichkeit, ließ mich zum Glück aber dennoch rein. ;D

Da sich unsere Freunde mitsamt dem Auto noch etwas verspäteten, zockten wir noch etwas Tales of Xillia [das ist ein japanisches Rollenspiel für die PS3] und schauten etwas Tv. Mit einer halben Stunde Verspätung  trudelten die Damen denn auch endlich ein, aber es war so ein schöner Tag, da machte das nicht so viel aus. Als wir nun endlich alle soweit bereit für die Fahrt waren, passierte es auch schon. Beziehungsweise es passierte rein gar nichts. Das Auto wollte einfach nicht mehr anspringen. Super. 4 Mädels und alle überhaupt keinen Plan von Autos. Ideale Voraussetzungen. Nach einigem Hin und Her und ganz freundlichen Nachbarn, war der Übeltäter auch schon gefunden. Die Batterie war [fast] hinüber, mit Starthilfe und zügigem Durchfahren würde sie es noch bis Salzburg schaffen. So die Kennermeinung des Nachbarn. Damit hatte sich das mit dem Stoff nun auch erledigt.

Es war kurz vor 11 Uhr. Was tut man nun mit der erzwungenem Freizeit? Genau, man geht zum Thalia Frustshoppen. So gefrustet war ich dann doch nicht, also kaufte ich statt Bücher lieber ein paar Postkarten und Briefmarken. Jetzt hatte ich ja nun vieeel Zeit dafür. Mit den Postkarten im Gepäck ging’s dann wieder zurück zu meinem Zimmer. Dort angekommen machte ich es mir gemütlich und durchstöberte meine Festplatte nach ein paar Filmen. Hängen geblieben bin ich bei der Bourne Reihe und Devil. Genau das Richtige für meine Stimmung.

Damit war auch der Samstag gelaufen.

Der Sonntag war nicht ganz so spektakulär. Um genau zu sein, hab ich fast die gesamte Zeit im Bett gelegen und gelesen. Einfach herrlich.

 

Eine neue Woche

 

Wie jeder Arbeitstag begann auch dieser um 6 Uhr morgens. Nachdem ich mich soweit fertig gemacht hatte hatte, ging mein erster Griff zum Handy, denn heute hat mein Paps Brutzeltag, [nochmals alles Gute zum Geburtstag, ich hoffe meine Überraschung kommt an :*] Also erstmal daheim angerufen. Nach der Stimme hin zu urteile, habe ich wohl alle aufgeweckt, upps. Danach war erstmal Frühstücken dran.

Den Schirm hab ich heute extra im Zimmer gelassen, denn es sollte trocken bleiben. Die Bim war wieder gut gefüllt mit Schülern und so langsam frage ich mich ernsthaft wie das erst werden soll, wenn nächste Woche auch noch die Studenten dazu kommen. Auf kuscheln am Morgen hab ich nicht allzu viel Lust.

In der Bibliothek angekommen verzeichnete ich zunächst einmal den ‚Standard‘ im System und informierte mich über das Tagesgeschehen. Top Thema diesmal; die Wahl in Deutschland. Das fand ich doch etwas verwunderlich, fast die komplette Zeitung hat sich mit diesem Thema befasst. Klar es sind Bundestagswahlen gewesen, aber die Österreicher haben am kommenden Wochenende doch selbst ihre Nationalratswahl. Das sich anscheinend so viele über das Geschehen in Deutschland interessieren, hat mich doch etwas überrascht. Zumindest kommt das so in den Zeitungen und Radiosendern rüber.

Die Lesestunde war vorbei, nun hieß es sich wieder dem Alltagsgeschäften zu wenden. Zunächst einmal importierte ich den Rest der Bücher von letzter Woche vom Demopool in den Produktionspool und vermerkte die Identnummer im Buch, das würde die Suche später nach dem passenden Titelsatz sehr viel erleichtern. Nachdem dies abgeschlossen war, ging ich mit der Elisabeth rüber ins Hauptgebäude um dort die Schaukästen mit neuen Anschaffungen zu bestücken. Diese Aufgabe hätten wir in 15min erledigen können, wenn man während der Arbeit nicht immer wieder auf Kollegen gestoßen wäre, die sich entweder gerade für das nun auszustellende Objekt interessierten oder ganz neugierig fragten, wer man denn sei. Ich weiß, solche Luxusprobleme hätte jeder gern gehabt, aber irgendwann möchte ich eine Aufgabe auch erledigt haben. Nach nun gut 45min ging’s dann wieder zurück zur Bibliothek. Dort angekommen, änderte ich bei den mitgebrachten Medien wieder den Standort von Schaukasten auf Notenraum bzw. Lesesaal, je nachdem was gerade gefragt war.

Nach meiner Pause im Park [davor schnell zum Spar, Energie Drink und Himbeer-Vanille-Plunder geholt], suchte ich für die Elisabeth zwei Orchesterwerke für’s Fagott aus der Sammlung Linzer Orchesterwerke [SLOW] heraus. Diese wurden nämlich in der Fernleihe bestellt.

Die restliche Zeit bis zu meinem Feierabend, stellt ich die Noten und Bücher zurück. Ist jetzt nicht gerade Spannung pur, kann aber sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und gehört schließlich zum Beruf dazu.

Österreich ist Ausland!

Der heurige Donnerstag begann genauso schirch, wie der gestriege geendet hatte, mit viel Regen. Jedoch kann ein schön warmer Tee und eine Leberwurstsemmel alles viel angenehmer machen. Gut gefrühstückt und schön aufgewärmt machte ich mich auf den Weg zur Arbeit. Auch wenn die Bim recht gut gefüllt war, dem Wetter sei dank, gab’s für mich dennoch einen Sitzplatz. Ich weiß, für die kurze Strecke ist das eigentlich unnötig, aber schön ist es dennoch.

Auf Arbeit angekommen, ging’s zunächst einmal wieder zu den Noten, die eingestellt werden wollten. Nachdem alle Noten ihren angestammten Platz gefunden hatten, setzte ich mich vor den PC und startete den Mahnlauf. Heuer waren keine Extremfälle dabei. Schade eigentlich. Nachdem dies erledigt war, nahm ich mir wieder die Zeitungen um deren Hefteingang im System zu verbuchen, zu stempeln und mich über das Tagesgeschehen zu informieren. Die ganze entspannte Atmosphäre rundete mein Himbeertee ab, manchmal frage ich mich echt ob das tatsächlich noch Arbeit oder schon Urlaub ist.

So verstrichen die ersten Stunden meines ‚harten‘ Arbeitstages. Da ich nun irgendwann die komplette Zeitung durchforstet hatte, ging ich zum Joseph, um ihn nach einer Aufgabe für mich zu fragen. Anscheinend kam ich gerade zum passenden Zeitpunkt, denn dieser druckte gerade eine Nutzeranfrage aus Dresden aus. In dieser Mail fragte ein Dirigent in sehr eigentümlichen Deutsch, ob wir von Tschaikowsky den Nussknacker in einer Orchesterversion da hätten und dieses Werk per Fernleihe zu ihnen schicken könnten. Das schrie gerade dazu von mir herausgesucht zu werden.

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Gesagt, getan. Schnell im Katalog mit den Schlagwörtern „Tschaikowsky“ und „Nussknacker“ nach dem Werk recherchiert und dann mit der Signatur in der Hand zum Rollregal geflitzt. Dadurch da ja alles schön ordentlich durchnummeriert ist, war die Suche nach dem Werk nicht gerade schwierig, dafür hatten die Noten ein schönes Eigengewicht. Ein Glück befanden die sich relativ mittig im Regal.

Da nun auch diese Beschäftigung nun vorbei war, machte ich zunächst erstmal Pause. Mein Ziel war klar; Nordsee!

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Auf den Weg dorhin klärte der Himmel etwas auf und es wurde das erste Mal an diesem Tag richtig schön.

Bei Nordsee angekommen, bestellte ich eine Backfischschrippe. Nun ja, zumindest wollte ich das, aber die Verkäuferin hat mich einfach nicht verstanden. Da tauscht man mal Schrippe gegen Semmel aus und schon weiß keiner mehr was man von einem will. Nach’m 3x deutete ich einfach auf den Backfisch und sagte ganz langsam Backfischsemmel. Was für eine Mittagspause.

Gut gestärkt ging’s dann wieder zurück zur Bibliothek. Als ich dann meinen Kollegen von dieser Erfahrung berichtete, fanden sie das einfach nur amüsamt, na toll! XD Nach diesem Ereigniss bekam ich zunächst einmal einen kleinen Workshop zu österreichischen Wörtern, die in Deutschland oder Berlin nicht oder nicht so oft benutzt werden.

Meine kleine Auswahl:

Basst –  geht klar
Beistrich – Komma
Pickl – Signaturenschild
Strichpunkt – Semikolon
Mistkübel – Mülleimer
Bim – Straßenbahn
Piefke – Deutsche

Sackl – Tüte
Topfen – Quark
Weichsl, aber nicht Weicksel ausgesprochen, sondern mit einem leichten „ch“ – Sauerkirschen
Erdäpfl – Kartoffeln
Powidl – stundenlang gekochte Pflaumen, noch chremiger als Mus
Semmeln – Schrippen, Brötchen
Schmankerl – Häppchen oder Schnitten
eine Schmankerlreise machen – bezeichnet jemanden der von Stand zu Stand läuft um von den Appetithäppchen zu kosten

das geht sich [nicht] aus –  das klappt [nicht]
gscheid –  gut
heuer – Zeitangabe wie jetzt, heute oder dieses Jahr
Servus – kann man sowohl als Begrüßung, als auch zum Abschied verwenden
behüt di – ist eine Abschiedsfloskel, kommt von „behüte dich Gott“, verwenden eher die älteren Leute
das Wetter ist schirch – das Wetter ist nicht gerade schön, scheiße
depad – blöd

Nach diesem kleinen Exkurs in die österreichische Sprache, bekam ich wieder ein paar Bücher zum Kataligisieren in die Hand gedrückt. Year! Dies war bis zum Feierabend meine Hauptbeschäftigung gewesen.

es ist Freitag!

Das Wochenende steht vor der Tür und mein letzter 11h Arbeitstag ist angebrochen, juhuu! Gut gelaunt bin ich aus dem Bett gestiegen und erstmal über meine Tasche gesteupert. In dieser Tasche befindet sich meine komplette Dreckwäsche, die ich eigentlich schon seit Mittwoch waschen wollte, aber immer ist etwas dazwischen gekommen. Am Mittwoch Abend haben sie mir an der Rezeption gesagt, dass das Wasser in der Waschmaschine nicht abläuft und sie deshalb davon abraten würden, jetzt diese zu benutzen. Gestern war die Waschmaschine wieder ganz, aber die Person vor mir hatte noch den Schlüssel und da sie taubstumm war, konnte die freundliche Frau an der Rezeption den Mann nicht anrufen. Daraufhin hatten wir ausgemacht, dass sie mich auf meinem Zimmer anrufen wird sobald die Waschmaschine frei ist. Das hat sie entweder nicht gemacht, oder genau in dem Moment als ich duschen war,.. Jedenfalls hoffe ich heuer endlich meine Sachen waschen zu können. Eine never ending story möchte ich daraus eigentlich nicht machen.

Nach meinem Frühstück, wie jeden Tag eine Tasse Tee und eine Leberwurstsemmel, ging’s auf’m Weg zur Bim. In der Bim hab ich ein wunderbaren Dialog zwischen zwei Mädchen aufgeschnappt, und versucht diesen Dialekt wortgetreu aufzuschreiben. Ich hoffe euch so etwas begreiflich zu machen, wieso ich diesen Dialekt einfach nur lustig find. Der Inhalt ist zwar nicht gerade Anspruchsvoll, aber es geht ja auch eher darum, wie sie es sagen.

Mädchen A: „Lod den ein, dea woa scho schoaf…“
Mädchen B: „Wos? Der? Oida den host nur amoi gseng…host überhaupt scho amoi mid erm gredt?“
Mädchen A: „Na, oba schoaf isa jo trotzdem! Oiso lod erm ei!“

Das ganze jetzt einmal auf Deutsch:

Mädchen A: „Lad den ein, der war schon scharf…“
Mädchen B: „Was? Der? Alter den hast du nur einmal gesehen.. hast du überhaupt schon einmal mit dem geredet?“
Mädchen A:“Nah, aber scharf ist der ja trotzdem! Also lad ihn ein!“

Auf Arbeit angekommen, verbuchte ich zuerst den Hefteingang der Zeitschriften und informierte mich über das Tagesgeschehen. Alles im Auftrag meiner Bibliothek versteht sich. Nachdem dies erledigt war, kam die Ulli zu mir, mit ihr hatte ich heute Ausleihe und fragte mich ob ich schon einmal eine Bachelorarbeit gebunden hätte. Dies hatte ich ganz zu Anfang einmal mit Agnes gemacht und da ich mich noch recht gut daran erinnern konnte, übernahm ich gern die Arbeit für sie.

Bevor wir die Bachelorarbeit binden können, schreibt uns der Student genau auf wie viele Exemplare er in Hardcover haben möchte und wie viele er in einen Plastikumschlag gebunden haben möchte. In meinem Fall wollte der Nutzer 2 Exemplare in Hardcover und 3 im Plastikumschlag haben. Diese Information wird dann auf ein vorgefertigtes Formular vermerkt und der Student gibt uns die kopierte Arbeit damit wir diese einbinden können.

Als erstes nimmt man sich den ersten Packen an Blättern, schichtet die glatt aufeinander und versucht die Seiten alle auf einer Höhe zu bringen. Ist das Ergebnis soweit zufriedenstellend legt man die Blätter in die Mappe ein. Die Mappe kommt dann in die Bindemaschine die den Kleber am Buchrücken erhitzt und dadurch die Seiten miteinander und mit der Mappe verbindet. Danach legt man die nun fertig gebundene Bachelorarbeit auf die Seite zum trocknen. Diesen Vorgang hab ich dann auch für die anderen Hüllen gemacht und in der Zeit des trocknens, die Klebchen für die Beschriftung der Bachelorarbeit angefertigt. Sind alle Mappen nun beschriftet wird der Nutzer per Mail verständigt, dass er seine Arbeit abholen kann.

Da es nun fast Mittag war, nahm ich mir mein Berichtsheft hervor und trug meine gesamte Woche ein. Ein Glück das ich einen Blog schreibe, denn zeitweise wusste ich echt nicht mehr was ich denn alles gemacht hatte xD

Nach meiner Mittagspause, die ich diesmal in der goldenen Möwe [McDonals] verbrachte hatte, kontrollierten der Hannes und ich noch ein Stapel von Büchern die ich katalogisiert hatte. Da sehr viele Aufnahmen richtig waren, hat er beschlossen, dass ich bei den nächsten Büchern direkt in den Produktionspool hinein katalogisieren darf und nicht mehr im Demo-/Übungspool.

Der Stapel war abgearbeitet, deshalb war es erst einmal an der Zeit für einen Tee. Während der Wasserkocher langsam das Wasser zum Kochen bringt, drückte mit Hannes einen Zettel in die Hand mit Signaturen drauf; diese Hefte einer Zeitschrift sollte ich aus den Regalen suchen. Bei den Signaturen handelte es sich um ein noch nicht umgearbeiteten Altbestand.

Mit meinem Tee in der Hand machte ich mich auf der Suche nach den Heften. Zuerst schaute ich in den beiden Lesesälen nach, aber da waren genau an den Stellen Lücken. Also bin ich in den Keller.

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Also bin ich in den Keller. Und mit Keller, mein ich einen wirklichen kalten, mit Spinnenweben verhangenen, relativ schlecht beleuchteten Keller. Da das Gebäude eigentlich ein Wohnhaus ist, war es auch dementsprechend ungemütlich da unten. Nachdem ich die ersten zwei Räume vergeblich durchgesucht hatte, nahm ich mir den letzten Raum in dieser Etage vor.

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Die aufgestapelten Kartons konnte ich getrost ignorieren, denn hier waren nur noch nicht erschlossene Geschenke zu finden. Auch hier suchte ich fast eine halbe Stunde vergebens nach den Zeitschriftenheften. Meine letzte Hoffnung war nur noch der Container draußen vor der Bibliothek.

Also hab ich den Kartons und den Spinnen wieder den Rücken zugekehrt und bin los in den Container, der leider noch kälter war als der Keller. Ich suchte und suchte und wurde dennoch nicht fündig. Tja so kann’s gehen. Etwas deprimiert ging ich denn wieder zu meinem Platz. Nun musste Tee nur 2 dran glauben. In der Zeit meiner vergeblichen Suche, hatten sich ein paar Noten angesammelt und somit konnt ich mich damit etwas ablenken.

Die letzte halbe Stunde meiner Arbeitszeit war nun angebrochen und es gab absolut nichts zu tun. In der Zwischenzeit hatten sich sowohl der Hannes als auch der Joseph ins verdiente Wochenende verabschiedet, sodass nur noch Jochen und ich übrig geblieben sind. Da mir langsam fad wurde, ging ich in den Lesesaal und schnappte mir einen Krimi. Den hatte ich beim Einstellen entdeckt und nun war die perfekte Gelegenheit ihn mal anzufangen. Eigentlich hat die Bibliothek ja nur Medien im Bestand die etwas mit Musik zu tun haben, aber das ist hier nun überhaupt nicht der Fall. Egal, spannend war er dennoch. Beinahe hätte ich meinen Feierabend verpasst, so vertieft war ich gewesen, aber ein Glück bimmeln die Glocken so schön laut!

Nun kann das Wochenende beginnen.

Endlich wieder dahoam!

Dem einen oder anderen wird vielleicht aufgefallen sein, dass ich ab dem letzten Dienstag nichts mehr gepostet habe. Das liegt daran, dass ab Donnerstag früh mein verlängertes Wochenende begann. Klingt zuerst recht blöd, aber darauf werde ich gleich noch weiter drauf eingehen. Zuerst beginne ich mit letzen Mittwoch. Der Tag begann wie jeder andere auch. Aufstehen, fertig machen, Frühstücken, los gehen. Die Bahn war brechend voll gewesen mit laut schnatternden Schülern, aber das lässt sich durch ein bisschen Musik gut übertönen.

Auf Arbeit angekommen, nahm ich mir zuerst eine Kiste voller Bücher um sie einzustellen. Das wird in Zukunft meine Einstiegsbeschäftigung sein, da man sich dafür nicht so konzentrieren muss. Nach einer Stunde einstellen, kam Jochen zu mir, um mir mitzuteilen, dass wir gleich eine Mitarbeiterbesprechung hätten. In dieser kleinen Besprechung ging es hauptsächlich über den neuen Bibliotheksbau. Also genau das gleiche was mir Hannes schon am Dienstag gesagt hatte.

Als die Besprechung denn vorbei war, ging es für mich zurück an den PC. Mit der Elisabeth an meiner Seite schaute ich im System nach, welcher Nutzer heuer ein Erinnerungsschreiben bekommt und wer gemahnt wird. Normalerweise werden diese Nachrichten per Mail an die betreffenden Personen geschickt, außer man hat keine Mailadresse.

Wenn es nur ein Erinnerungschreiben ist, kann man diesen getrost ignorieren. Meine Kollegen kennen die meisten Nutzer hier und wissen schon vornherein wer eine Erinnerung braucht und wer eher nicht.Heuer war es aber so, dass eine Mahnung vor mir erschienen ist. Eine Mahnung mit der Mahnstufe 49! Bis dato wusste ich gar nicht das es eine solch hohe Mahnstufe hier überhaupt gibt.

Just in diesem Moment kam der Joseph vorbei und schaute was ich da vor mir hab. Ihm war der Nutzer schon sehr gut bekannt. Die Person ist nämlich vor über einem Jahr von Linz nach Berlin übersiedelt und hat immer noch ein Medium von dieser Bibliothek. Auf Mails oder persönliche Anschreiben reagiert er nicht mehr. Jetzt könnte man aufgeben. Könnte.

Ab hier kam ich ins Spiel. Dank dem WWW kann man ja alles rausfinden. Zuerst hab ich in sämtlichen deutschen Telefonbüchern nach dieser Person recherchiert, dann in ein paar Social Media Seiten gestöbert und zum Schluss auf allen Uni Seiten von Berlin/Brandenburg nach dieser Person gesucht. Siehe da, der Nutzer studiert an der FU und hat in einem Beitrag sogar eine Verlinkung zu seiner E-Mail Adresse und Anschrift. 😀

Das nenn ich doch mal gutes recherchieren! Mit diesen Adressen in der Hand, ging ich zum Joseph und verglich diese mit seinen Daten. Da wurde uns auch klar, wieso er nicht antwortet. Die Adressen waren gar nicht mehr aktuell. Das änderten wir gleich und das neue Mahnschreiben ging an die Person raus. Jetzt bin ich echt gespannt, ob er darauf reagiert. ;D

Die Suchaufgabe hat mich so in Anspruch genommen, sodass es jetzt erstmal Zeit fürs Mittag war. Um 2 Uhr. Eine wirklich schöne Zeit, da kaum Menschen unterwegs sind und der angrenzende Park fast leer ist. Wieder mit einem Fischbrötchen bewaffnet, hab ich es mir dort gemütlich gemacht. Nach meiner Pause und etwas ins Futterkoma verfallen, wars wieder an der Zeit ein paar Noten einzustellen, die hatten sich schon etwas angesammelt, denn die studentische Hilfskraft war heut nicht da. Ich weißt auch endlich wie sie heißt, Marianne. Naja das M hat zumindest schon mal gestimmt. ;D

Jedenfalls war das so viel, dass das bis in den Feierabend hinein gereicht hat und damit war der Mittwoch auch schon gegessen.

auf nach Kassel, die Connichi ruft!

Wie die Überschrift es vielleicht vermuten lässt, ging es am Donnerstag wieder nach Deutschland zur Connichi. Das wird jetzt wohl nicht allzu vielen ein Begriff sein. Die Connichi ist eine Anime- und Mangamesse in Kassel, die jährlich jedes zweite Septemberwochenende stattfindet. Am Donnerstag früh gg 5 Uhr hieß es für mich aufstehen, Tasche schnappen und ab zum Linzer Hauptbahnhof. Dort hab ich mich wieder mit einer Freundin vorm Mäcci getroffen und gemeinsam sind wir dann mit dem Zug nach Salzburg gefahren.

Nach 1,5h Fahrzeit sind wir dort angekommen und wurden gleich von 2 weiteren Freunden erwaret. Die beiden würden uns mit dem Auto, mit nach Kassel mitnehmen. Wir sind fast 7h nach Kassel gedüst, es wäre alles etwas schneller gegangen, wenn das Wetter nicht so verregnet gewesen wäre, aber am Ende sind wir dennoch gut angekommen. 🙂 Und ich hat endlich wieder mobiles Internet!

Die 4 Tage vergingen echt wie im Flug. Auch wenn das Wetter in der Zeit nicht immer so schön war, haben das die vielen unglaublich tollen Cosplayer und Leute mehr als wett gemacht. [Die Romana und der Greeny haben echt schöne Fotos von der Nichi gemacht x3] Da das aber soo viel zu berichten wäre und nichts mit meinem Auslandspraktikum zu tun hat, lass ich das einfach so angeschnitten.

der Montag danach,..

Wie ihr euch sicherlich denken könnt, war der Montag nach der Con nicht so angenehm. Mit nur 4h Schlaf und einem sehr starken Schwarztee gings zur Arbeit. Dort erwartete mich wieder das Alltagsgeschehen, sprich Noten einsortieren und die beiden Tageszeitungen im System vermerken. Während mein Vormittag sich langsam dahinzog, verdunkelte sich draußen allmählich der Himmel und es begann fürchterlich zu regnen. An einer Pause im Freien war nicht mehr zu denken.

Tja dann eben schnell in den Spar hinein und ein paar Energie Drinks + Snacks geholt. Mit dem Heidelbeerdrink ließ es sich auch gleich vieeel besser Arbeiten.  Ich glaub darauf sollt ich echt umsteigen, wenn die Nacht mal wieder etwas zu kurz wird. Wieder zurück in der Bibliothek, hieß es für mich denn; „Josi du übernimmst jetzt mal die Ausleihe“. Natürlich in diesem wunderbaren Dialekt. Echt schade das ich den noch nicht so genau schreiben kann. Jedenfalls hatte ich dadurch den Platz direkt vorn.

Normalerweise bin ich es ja gewohnt, dass ich in meiner Bibliothek an der Ausleihe zu Stoßzeiten voll was zu tun hab. Da können sich sogar schon mal Schlangen bilden, dass ist hier eher nicht so der Fall. Wenn es ein richtig belebter Tag in der Bibliothek ist, sind 8 Nutzer gleichzeitig in dieser. Ach das ist schon eine kleine Umstellung. 😀

Bis zu meinem Feierabend um 18 Uhr hatte ich sage und schreibe 5 Nutzer bedient. Laut dem Joseph, ein sehr guter Schnitt. Spätestens jetzt konnte ich mir ein Grinsen nicht mehr verkneifen. Das ist alles hier so schön niedlich klein. In diesem Fall stimmt der Spruch tatsächlich, Größe ist nicht alles.

Wie ihr ja seht, beschäftigt die Ausleihe einen nicht allzu sehr. Deshalb hab ich in den Freiräumen dazwischen mir den Bibliothekskatalog etwas näher angeschaut und wieder einen Schwung Bücher katalogisiert.

Kurz nach 18 Uhr bin ich durch die Bibliothek gelaufen, um nachzusehen, ob sich noch Nutzer im Gebäude befinden. Den Weg hätte ich mir auch sparen können, da es absolut ruhig war. Zum Schluss hab ich noch die Kasse in ihr Versteck gebracht, sicher ist sicher. Mit dieser letzen Handlung endete auch mein 11h Arbeitstag. Da ich ja am Do und Fr nicht auf Arbeit war, hab ich mit dem Hannes ausgemacht die 13h in dieser Woche herauszuarbeiten, Basst.

Das Einzige was ich jetzt nur noch wollte, war zu duschen und dann in mein Bett zu fallen!

Dienstag

Auch wenn ich heuer mehr Schlaf abbekommen habe, wirklich erholt bin ich nicht gerade aufgestanden. Ein Glück, dass ich noch ein paar Energie Drinks auf’m Zimmer hatte. Nach dem Frühstück und mit dem ersten Koffeinschub gings denn auch schon Richtung Arbeit.

Dort angekommen, bestand meine erste Amtshandlung die Zeitung zu lesen. Die Costa Concordia wurde erfolgreich aufgerichtet. Das ist doch mal eine schöne Nachricht. Nachdem ich mit Zeitung lesen fertig war und diese soweit als eingegangen im System vermerkt hatte, kam auch schon der Joseph zu mir und fragte ob ich schon von dem Wilderer gehört hatte, der wild um sich schießt.

Zuerst dachte ich, dass der den Amoklauf in den USA meint, Dem war leider nicht so. Die Nachricht verbreitete sich extrem schnell und bald hatten wir nicht nur das Radio immer zu laufen, sondern auch die wildesten Theorien, von den Nutzern was denn nun sich gerade wirklich abspielt.

Das Thema begleitete mich den gesamten Tag über, es war allgegenwärtig. Wer die genaue Reihenfolge der Ereignisse gerne nachlesen möchte kann dies gerne hier tuen. Ja, ich weiß, die Kronenzeitung, ist die Bild in Österreich, aber um sich einen Überblick zu verschaffen ist dies ein guter Beitrag. Aber ich habe heuer nicht nur den gesamten Tag Radio gehört und Spekulationen gelauscht, sondern auch noch bibliothekarische Arbeiten erledigt. Nicht das hier noch Gerüchte entstehen, ich würde nichts machen. 😀

Zunächst einmal hat mir der Jochen eine Signaturengruppe gezeigt, die noch nicht ganz so stimmig ist wie der Rest. Es handelt sich darum nämlich um die Noten für das Klavier. Beispielsweise hat der Brahms recht viele Stücke für’s Klavier geschrieben. Wenn nun jede Note die Signatur NH 05.300 BrahmJ bekommen würde, wäre das ein großes Chaos im Regal und Klavierstücke würden ineinander mit Variationen stehen. Dieshalb müssen alle Noten mit nur dieser Grundsignatur herausgenommen und überarbeitet werden, sodass am Ende jede Note mit einer weiteren vierten spezifischen Zeile im Regal steht. Bsp. NH 05.300 BrahmJ Vari für Variationen oder NH 05.300 BrahmJ Klav für Klavierstücke.

Das Feststellen, welches Werk zu welcher Signaturengruppe gehört, ist relativ einfach, da diese Information meist auf der Titelseite selbst steht.  Jedoch sind ein laufender Meter an Noten im Regal sehr viel mehr als ein laufender Meter an Büchern. Diese Arbeit hat mich wirklich den gesamten Tag gekostet. Hätte ich das nicht selbst gemacht, würde ich das echt nicht glauben, aber nun haben alle Noten eine vierte Zeile, außer sie sind sehr allgemein. Wenigstens hatte ich nach dem Feierabend das gute Gefühl etwas wirklich geschafft zu haben.

ja ist denn heut scho Mittwoch?

Leute, wie schnell die Zeit vergeht. Wir haben es heuer schon den 18.09.! Seit 2,5 Wochen bin ich schon in Linz und ich muss sagen, ich bin echt angekommen. Auch wenn es ein paar Dinge gibt, die ich schon sehr vermisse, [Starbucks / Dunkin Donuts und Geschäfte die länger als 19:30 Uhr inna Woche offen haben] fühl ich mich dennoch hier sehr wohl und bereue echt wirklich nicht den Schritt ins „Auslandspraktikum“ getan zu haben.

Mein Tag begann zunächst einmal mit einem Geräusch, das ich eigentlich gar nicht hören wollte. Regen. Ein Glück hatte ich mir extra noch einen Schirm mit in die Tasche gepackt, denn heuer würde ich den sehr oft gebrauchen.

Den Weg zur Arbeit meisterte ich relativ trocken, dafür aber schon komplett durchgefroren. Heuer früh hatte es gerade mal 8°C mit starkem Regen und beißenden Wind. Das war’s wohl mit dem Sommer. Das Einzige, was meinen Start in den Tag etwas erleichterte war der warme Tee, den ich mir sogleich gemacht hatte.

Mit nun angewärmten Händen begann meine nächste Mammutaufgabe.

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Es gab etwa 600 CD’s die zwar ihre Signaturnummer auf der CD zu stehen hatte, aber kein Pickl drauf zu kleben hatten. Das schreit doch schon förmlich nach einer typischen Praktikantenaufgabe. Auch diese Arbeit beschäftigte mich heute 11h, denn die Pickl werden nicht über den Drucker mit der Signaturnummer versehen, sondern noch schön mit dem Stempel aufgetragen. Deshalb geht das auch nicht so schön schnell. Zeitweise kam ich mir leicht wie in der Post vor, so viel wie ich gestempelt hatte. Dementsprechend schwarz voller Tinte sahen dann auch meine Hände aus.

Da man diese Arbeit, aber nicht ewig hintereinander machen kann, ohne das die Ziffern irgendwann vor den Augen verschwinden, hat der Joachim zur „Mitarbeiterbesprechung“ geladen. Eine Besprechung der etwas anderen Art, denn es gab Kuchen und roter Sturm. Roter Sturm ist ein wirklich leckerer roter Jungwein, der in Österreich hergestellt wurde. Das ist doch mal etwas, was ich meiner Familie später mitbringen kann. 😀

Nach der „Besprechung“ ging es denn wieder zu meinen CD’s. Ich wette die Post hat heute nicht so viele Pakete gestempelt wie ich es getan hab!  Unser Beruf hat doch viel mehr Ähnlichkeit als man vermuten mag. Um 18 Uhr ging’s dann wieder raus in die Kälte, der Regen hatte in der Zeit nicht ein einziges mal nachgelassen. Ein Glück das ich im Büro arbeite und nicht draußen.

Heuer is Herbst!

Mit diesen Worten begrüßte mich das Radio. Ich dachte zuerst, ich hätte mich verhört. Gestern war es noch sommerlich warm gewesen und heute ist Herbst? Doch leider bestätigte ein Blick aus dem Fenster diese Ankündigung. Es regnete in Strömen. Super! Etwas demotiviert schlurfte ich ins Bad um mich soweit fertig zu machen. Unten im Frühstücksraum hellte sich denn etwas meine Laune auf. Ein Glück gibt es überall Tee!

Gut durchgewärmt machte ich mich kurz vor 7 Uhr auf den Weg zur Arbeit und dann sah ich sie: Schulkinder! Ab heute ist in Oberösterreich wieder Schule und das heißt leider auch für mich eine volle Bim, sprich Straßenbahn.

Es war zwar nicht so anstrengend voll wie z.B. im Schienenersatzverkehr, aber so schön ruhig wie in der Woche zuvor war es nicht. Hoffentlich legt sich das auch bald wieder. 😉

Während ich die paar Stationen mit der Bim gefahren bin, hat es zum Glück aufgehört zu regnen und somit kam ich relativ trocken auf Arbeit an. Auf meinem Platz tummelten sich noch ein paar Bücher, die gerne von mir katalogisiert werden möchten. Darunter waren auch einige Bücher die in Fraktur verfasst wurden, was im Einzelfall gar nicht so einfach zu lesen ist. Besonders das k lässt sich recht gut mit einem t verwechseln. Zumal diese Büchl auch gern im Dialekt geschrieben wurden. Es ist zwar deutsch, aber irgendwie auch nicht. Sehr komische Angelegenheit.

Gegen 8 Uhr klopfte es an der Tür und vor mir stand der Jochen. Jochen ist eine studentische Hilfskraft, der noch bis Ende September in der Bibliothek arbeitet. Das Beste aber an Jochen ist, der kommt aus Passau und spricht Hochdeutsch! Damit bin ich jetzt nicht mehr die einzige die nicht in diesem Dialekt spricht 😀

Nachdem wir uns etwas ausführlicher unterhalten hatten, begann auch schon die Mitarbeiterbesprechung. Themen waren mit unter, ich als Praktikant und die neuen Pläne für den Neubau. Das fand ich sehr spannend. Es gibt sogar eine Webcam, wo man das neue Gebäude und die Bauarbeiten mitverfolgen kann.

Als die Besprechung dann beendet war, kam auch schon die Nachfolgerin für Jochen. Ich glaub sie heißt Mandy oder so ähnlich. Zumindest glaube ich das der Name mit M begann. D:

Wie dem auch sei. Da sie nun da war und ich keine besondere Aufgabe bekommen habe, hat Jochen uns beide nochmal die Bibliothek gezeigt und alles ausführlich erklärt. Und zwar wirklich alles, mir war gar nicht bewusst gewesen, dass man sooo viel über Noten reden kann. Es war jedenfalls sehr informativ und nun kenn ich mich noch besser aus.

Als nächstes wollte Jochen mit uns gemeinsam die Noten einstellen üben, aber da ich das schon letzte Woche gut gemacht habe, war ich davon befreit und hab mich denn wieder den Geschenken zugewandt. Nach meiner Pause ging’s dann auch gleicht nahtlos weiter. Ich liebe es einfach <333

Nach einiger Zeit, kam der Hannes vorbei um zu schauen ob bei mir alles soweit läuft und wir kontrollierten einige fertige Bücher. Okey, es waren ein paar mehr Bücher, denn ich war nicht mehr zu bremsen gewesen, aber das schien ihn nicht weiter zu stören. 😀

In meiner letzten halben Stunde, stellte ich noch ein paar Noten ein, ich möchte ja schließlich nicht aus der Übung kommen.

 

Dienstag

 

Auch wenn es gestern fast nur geregnet hat, war der heutige Morgen einfach nur traumhaft gewesen. Obwohl es recht frische 13°C waren, das Wetter machte das ganz schnell wett. Ach was red ich, seht es doch selbst:

 

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Jeden Morgen muss die Sonne erst einmal über den Berg rüber, ehe sie die gesamte Stadt erhellt. Dazu noch der leichte Hochnebel und schon hat man ein traumhaften Dienstag morgen.

Auf Arbeit hat sich derweil die Routine eingeschlichen und nachdem ich wieder ein paar Bücher katalogisiert hab, war es erstmal an der Zeit das gute Berichtsheft zu schreiben.

Das erregte natürlich gleich die Aufmerksamkeit sämtlicher Kollegen, denn das scheint es in Österreich nicht zu geben. Zunächst dachten einige, das ich nur für die Zeit des Praktikums dieses Heft führen müsse, dem ist leider nicht so. Naja auch wenn ich das Schreiben vom Berichtsheft nicht gerade als meine Lieblingsarbeit sehe, erledigt werden muss es dennoch.

Nach meiner Pause stelle ich noch ein paar Bücher ein und verglich mit Hannes meine Titelaufnahmen. Danach zeigte er mir die Baupläne für den Neubau. Soweit wie ich das mitbekommen hab, wird die Bibliothek sich dann im 1. und 2. Geschoss des Gebäudes befinden und nicht nur mehr Platz haben, sondern auch viel mehr lichtdurchflutet werden. Das liegt vor allem daran, dass sie eine breite Fensterfront haben wird. Ich bin schon recht gespannt wie das denn aussehen wird. Vielleicht schaff ich es ja die fertige Bibliothek in 2 Jahren zu besuchen.

Wir brüteten fast 2 Stunden über die Baupläne und ich glaub, Hannes hätte mir noch viel mehr darüber erzählen, wenn ich nicht schon wieder Feierabend hätte.

 

Mit diesen neuen Eindrücken ging auch schon mein Dienstag wieder zu Ende. Servus. 😉